Kenne Deine Rechte und das Archiv der Vereinten Nationen haben Fotos, Hör- und Videomaterial einiger Persönlichkeiten zusammen getragen, die in den vergangenen 60 Jahren für Deine Rechte gearbeitet haben.

Anna Eleanor Roosevelt (USA, 1884 - 1962)

Anna Eleanor Roosevelt war von 1933 bis 1945 First Lady der Vereinigten Staaten von Amerika. Sie unterstützte die Politik des „New Deal“ ihres Mannes, dem Präsidenten Franklin D. Roosevelt und übernahm die Rolle der Verfechterin von Menschenrechten. In den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts war sie Mitbegründerin von Freedom und gründete 1943 die Gesellschaft der Vereinten Nationen der Vereinigten Staaten von Amerika, um die Bildung der Vereinten Nationen zu unterstützen. Sie war zwischen 1945 und 1952 Delegierte in der Generalversammlung der Vereinten Nationen. Während ihrer Zeit bei der UNO führte sie den Vorsitz des Kommitees, das die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte formulierte und bewilligte.

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Zum Anhören: Rede von Eleanor Roosevelt bei der Vollversammlung der Generalversammlung der Vereinten Nationen im Jahre 1948.

 



Alva Myrdal (Schweden, 1902 –1986)


Alva Myrdal war Diplomatin der Vereinten Nationen, Nobelpreisträgerin und Politikerin. Sie trug maßgeblich zur Förderung von Sozialhilfe und Frauenrechten bei und plädierte für die atomare Abrüstung. Als sie 1949 Geschäftsführerin der Abteilung für Sozialhilfe der Vereinten Nationen wurde, war Myrdal damit die erste Frau in einer leitenden Position bei den Vereinten Nationen. Myrdal wurde 1982 der Friedensnobelpreis verliehen.


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John Peters Humphrey (Kanada, 1905 – 1995)


Der Kanadier John Peters Humphrey war Rechtswissenschaftler, Jurist und Verfechter der Menschenrechte. Humphrey wurde 1946 der erste Leiter des Sekretariats der Menschenrechtsabteilung der Vereinten Nationen, wo er zum Hauptverfasser der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wurde. Er blieb 20 Jahre bei der UNO und betreute in dieser Zeit die Verabschiedung von 67 internationalen Abkommen und den Entstehung dutzender Länder. Im Jahre 1963 hatte er die Idee, den Posten eines Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte zu schaffen.

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Dag Hammarskjöld (Schweden, 1905 - 1961)


Dag Hjalmar Agne Carl Hammarskjöld war schwedischer Diplomat und der zweite Generalsekretär der UNO. Er war von April 1953 bis September 1961 im Amt, als er auf dem Weg zu einer Friedensmission in der Demokratische Republik Kongo bei einem Flugzeugabsturz starb. Er ist der einzige Mensch, dem der Friedensnobelpreis posthum verliehen wurde. Der amerikanische Präsident John F. Kennedy nannte Hammarskjöld „den großartigsten Politiker unseres Jahrhunderts“.

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Zum Anhören: Dag Hammarskjölds Rede vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen im Jahre 1948.

 



Pablo Neruda (Chile, 1904-1973)


Pablo Neruda war ein chilenischer Schriftsteller und Politiker. Neruda wurde durch seine Erfahrungen aus dem spanischen Bürgerkrieg politisch aktiv und hatte verschiedene Ämter in der Kommunisitischen Partei Chiles inne, bis der chilenische Präsident González Videla die Partei 1945 verbot. 1971 gewann Neruda den Literaturnobelpreis. Er starb an Krebs zwölf Tage nach der Machtübernahme von Augusto Pinochet. Nerudas Beerdigung wurde der erste öffentliche Protest gegen die Militärdiktatur.

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Zum Anhören (auf Spanisch): Pablo Neruda liest bei einer Sonderveranstaltung der Vereinten Nationen im Jahre1972 Verse.





Nadine Gordimer (Südafrika, * 1923)


Nadine Gordimer ist eine südafrikanische Schriftstellerin, Politikerin und Trägerin des Literaturnobelpreises. Ihre Schriften beschäftigen sich mit Themen wie Moral und Rasse, insbesondere mit der Apartheid in Südafrika. Sie war in der Anti-Apartheid-Bewegung aktiv und trat dem African National Congress bei in einer Zeit, als die Organisation  verboten war. Als Nelson Mandela 1990 aus dem Gefängnis freigelassen wurde, wollte er als erstes Gordimer sehen. In der vergangenen Zeit hat sie sich gegen HIV/AIDS engagiert.

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Martin Luther King, Jr. (USA, 1929 - 1968)


Martin Luther King, Jr. war der Anführer der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Als baptistischer Seelsorger wurde King schon zu Beginn seiner Karriere zum Kämpfer für Bürgerrechte. Er leitete den Busboykott in Montgomery (1955-56) und unterstützte die Gründung der Southern Christian Leadership Conference (1957). Seine Bemühungen führten 1963 zum berühmten Fußmarsch nach Washington. Im Jahr 1964 wurde King der jüngste Träger des Friedensnobelpreises. Am 4. April 1968 wurde King in Memphis, Tennessee ermordet. Ihm wurden posthum die Presidential Medal of Freedom und die Goldenen Ehrenmedaille des Kongresses verliehen.

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Betty Friedan (USA, 1921-2006)


Betty Friedan war eine amerikanische Feministin, Aktivistin und Schriftstellerin, die vor allem dadurch bekannt wurde, dass sie die „Zweite Welle“ des Feminismus begründete. Sie war außerdem Autorin des berühmten Werks „The Feminie Mystique“ (deutsch: der Weiblichkeitswahn), das die Bewegung beeinflusste. Betty Friedan gehörte zu den Gründungsmitgliedern der amerikanischen „Nationalen Organisation für Frauen“ (National Organization for Women).

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René Samuel Cassin (Frankreich, 1887 – 1976)


René Samuel Cassin war französischer Jurist und Richter. Nachdem er im ersten Weltkrieg als französischer Soldat gedient hatte, gründete er später die pazifistische Veteranenvereinigung „Union Fédérale“. Er erhielt 1968 den Friedensnobelpreis für seinen Entwurf der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Obwohl er zugab, dass „Menschen nicht immer gut sind“, basierte ein Großteil seines Lebens auf der Prämisse, dass Menschen konstruktiv handeln können, wenn Regierungen Umstände, in denen Feindseligkeiten entstehen, in solche verändern, in denen die Menschenwürde respektiert wird.

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Helvi Sipilä (Finnland, * 1915)

Helvi Sipilä ist Vorkämpferin für die Menschenrechte, insbesondere von Frauen und Kindern in der ganzen Welt. Sie setzte sich besonders für Friedensförderung und die Unterstützung von Frauen ein. Ihr Werdegang bei den Vereinten Nationen begann 1960 als finnische Vertreterin in der Kommission zum Status der Frauen der Vereinten Nationen. Sie wurde zwischen 1972 und 1980 die erste weibliche Untergeneralsekretärin, zuständig für den Bereich soziale Entwicklung und humanitäre Angelegenheiten. Außerdem war sie Generalsekretärin des Internationalen Frauenjahrs und des Jahrzehnts der Frau der Vereinten Nationen (1976 – 1985).

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Zum Anhören: Helvi Sipiläs Rede beim zwischenstaatlichen Treffen der Vereinten Nationen, im Internationalen Frauenjahr 1975.


 

 



Sérgio Vieira de Mello (Brasilien, 1948 –2003)


Sérgio Vieira de Mello war ein brasilianischer Diplomat, der mehr als 34 Jahre lang für die Vereinten Nationen gearbeitet hat. Er bekam viel Lob und Respekt für seine Bemühungen bei den humanitären und politischen Programmen der UNO. Er begann seine Karriere bei der UNO im Büro des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen in Genf and arbeitete anschließend mit Flüchtlingen in Bangladesch und Genf zusammen. De Mello wurde, zusammen mit 21 weiteren Opfern, am 19. August 2003 bei einem Anschlag auf das Canal Hotel im Irak getötet.

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Wangari Muta Maathai (Kenia, * 1940) 


Wangari Muta Maathai ist eine Umweltschützerin und Politikerin. Sie wurde 2004 die erste afrikanische Frau, die den Friedensnobelpreis - zusammen mit dem Green Belt Movement - erhielt. Maathai wurde für „ihren Beitrag für nachhaltige Entwicklung, Demokratie und Frieden“ ausgezeichnet.

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Simone Veil (France, * 1927)


Simone Annie Jacob
ist eine französische Anwältin und Politikerin, die als Mitglied des französischen Verfassungsgerichts und im Europaparlament gearbeitet hat. Zwischen 1974 und 1979 war sie Gesundheitsministerin und setzte Gesetze durch, die den Zugang zu Verhütungsmitteln erleichterten und Abtreibung legalisierten. Veil war die erste Präsidentin des Europaparlaments. 1997 erhielt sie von der britischen Regierung die Auszeichnung „Order of the British Empire“ ehrenhalber für ihren Einsatz für die Menschheit ernannt.

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Zum Anhören: Simone Veils Rede bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen, 26. Oktober 1993.



Desmond Tutu (Südafrika, * 1931)


Desmond Tutu ist südafrikanischer Geistlicher und Bürgerrechtler, der als Gegner der Apartheid in den 1980er Jahren weltweit berühmt wurde. 1984 war Tutu der zweite Südafrikaner, dem der Friedensnobelpreis verliehen wurde. Tutu war Vorsitzender der Wahrheits- und Versöhnungskommission und ist momentan der Vorsitzende der Gruppe „The Eldest“ (die Ältesten).

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Zum Anhören: Erzbischof Desmond Tutus Vorlesung, zusammen mit Generalsekretär Kofi Annan, bei den Vereinten Nationen, 2004.

 



Mother Teresa (Republik Mazedonien, 1910-1997)


Mother Teresa wurde in Albanien geboren. Sie war eine römisch-katholische Nonne mit indischer Staatsbürgerschaft und gründete 1950 in Kalkutta den Orden „Missionarinnen der Nächstenliebe“. Dort betreute sie 40 Jahre lang Arme, Kranke, Weisen und Sterbende. 1970 hatte sie bereits als Fürsprecherin der Armen und Hilflosen internationalen Ruhm erlangt. 1979 bekam sie den Friedensnobelpreis, 1980 wurde ihr der höchste zivile Verdienstorden Indiens verliehen.

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Muhammad Yunus (Bangladesch, * 1940)


Muhammad Yunus ist Bankier und Ökonom aus Bangladesch. Er ist berühmt für seine erfolgreiche Anwendung von Mikrokrediten – die Ausweitung kleiner Darlehen. Diese Kredite werden an Unternehmer vergeben, die zu arm sind, um einen herkömmlichen Kredit bei einer Bank aufzunehmen. Yunus ist Gründer der Grameen Bank. 2006 wurde ihm und der Bank gemeinsam der Friedensnobelpreis verliehen. Er ist Gründungsmitglied der Gruppe „The Eldest“ (die Ältesten). Yunus war auch im Vorstand der Stiftung der Vereinten Nationen.

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Theo Van Boven (Niederlande, * 1934)


Theo van Boven ist für seinen Einsatz im Bereich der Menschenrechte bekannt. Er unterrichtete über Menschenrechte bevor er für die Niederlande der Vertreter in der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen wurde. Von 1977 bis 1982 war er der Direktor der Abteilung Menschenrechte der Vereinten Nationen. Außerdem hat Van Boven im Rat des Internationalen Instituts für Menschenrechte und in der Europäischen Menschenrechtskonvention. 1985 wurde ihm der „Right Livelihood Award“ verliehen.

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Jimmy Carter (USA, * 1924)


Jimmy Carter ist ehemaliger Präsident der USA. Er war von 1977 bis 1981 im Amt und erhielt 2002 den Friedensnobelpreis. Carter setzte sich für die Menschenrechte in der ganzen Welt ein und gründete 1982 das Carter Center, das sich mit nationalen und internationalen Angelegenheiten der öffentlichen Ordnung beschäftigt. Die Partner und Mitarbeiter des Carter Center arbeiten mit Präsident Carter zusammen, um Konflikte zu lösen, Demokratie zu fördern und Krankheiten sowie anderweitiges Elend zu verhindern.

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Dame Graça Machel-Mandela (Mosambik, * 1945)

   
Dame Graça Machel-Mandela ist die Witwe des verstorbenen mosambikanischen Präsidenten Samora Machel und die Ehefrau des ehemaligen südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela. Geboren in Mosambik  schloss sie sich der  Mosambikanischen Befreiungsfront an. Dort war sie an der Lösung zahlreicher Streitfragen, die im Zuge der Unabhängigkeit aufkamen, beteiligt. Nach ihrem Rückzug aus der mosambikanischen Politik wurde ihr die Verantwortung für den UNO-Bericht über die Auswirkungen bewaffneter Konflikte auf Kinder übertragen. Außerdem war sie Vorsitzende der „National Organisation of Children“ in Mosambik. Sie erhielt den Nansen-Flüchtlingspreis der Vereinten Nationen als Anerkennung für ihre humanitäre Arbeit. 2007 erhielt sie den britischen Ritterorden und wurde zur „Dame Commander“ ernannt.

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Aung San Suu Kyi (Myanmar, * 1945)


Aung San Suu Kyi setzt sich gewaltfrei für die Demokratie in Myanmar ein und ist dort Anführerin der „National League for Democracy“. Außerdem ist sie eine bekannte politische Gefangene. Obwohl ihre Partei 1990 die allgemeinen Wahlen gewann, weigerte sich die Regierung, ihr die Macht zu übergeben. Von 1989 bis 1995 und von 2000 bis 2002 stand sie unter Hausarrest. Seit Mai 2003 steht sie nun erneut unter Hausarrest. Suu Kyi hat den Friedensnobelpreis für ihren friedlichen und gewaltlosen Kampf erhalten.

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Jody Williams (USA, * 1950)


Jody Williams ist Gründungsmitglied der Internationalen Kampagne für das Verbot von Landminen (ICBL), die von sechs Nichtregierungsorganisationen im Oktober 1992 gegründet wurde und nun in mehr als 60 Ländern über 1000 Nichtregierungsorganisationen umfasst. Die ICBL arbeitet eng mit Regierungen, Gremien der Vereinten Nationen und dem Internationalen Komitte des Roten Kreuzes zusammen. Auf diesem Weg erreichte sie im September 1997 in Oslo ihr Ziel: den Abschluss eines internationalen Vertrags gegen den Einsatz von Schützenminen. Dafür erhielten Williams und der ICBL den Friedensnobelpreis.

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Nelson Rolihlahla Mandela (Südafrika, * 1918)


Nelson Mandela ist der ehemalige Präsident von Südafrika. Vor seiner Amtszeit war Mandela Gegner des Apartheid-Regimes und Anführer des „African National Congress“ (ANC). Er verbrachte 27 Jahre im Gefängnis und führte von dort aus den Kampf gegen die Apartheid weiter. Nach seiner Freilassung aus dem Gefängnis am 11. Februar 1990 hat seine Politik der Versöhnung und der Verhandlung stark dazu beigetragen, dass Südafrika sich in eine Demokratie der Rassenintegration verwandelte. Seitdem ist Mandela ein Symbol für Freiheit und Gleichheit. In vier Jahrzehnten hat er mehr als 100 Auszeichnungen und Preise erhalten. 1993 wurde ihm als höchste Auszeichnung der Friedensnobelpreis verliehen.

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Zum Anhören: Nelson Mandelas Rede bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen, 1994.








Bianca Jagger (Nicaragua, * 1950)


Bianca Jagger ist eine Verfechterin von Sozial- und Menschenrechten und ehemalige Schauspielerin. Jagger ist Botschafterin des guten Willens des Europarats, Vorsitzende des Weltzukunftsrats, Vorsitzende der Bianca Jagger Menschenrechts-Stiftung und Mitglied des Director’s Leadership Council von Amnesty International in den USA. Sie war bis 1980 mit Mick Jagger von den Rolling Stones verheiratet.


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Mary Robinson (Irland, * 1944)


Mary Robinson war von 1990 bis 1997 die erste weibliche Präsidentin von Irland. Außerdem hatte sie zwischen 1997 und 2000 das Amt des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte inne. 1999 erhielt sie den J. Williams Fulbright Preis für Internationale Verständigung und im Jahr 2004 bekam sie den „Ambassador of Conscience Award“ von Amnesty International für ihre Arbeit bei der Förderung der Menschenrechte verliehen. Robinson ist seit 2002 Ehrenpräsidentin von Oxfam International.


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Kay Rala Xanana Gusmão (Osttimor, * 1946)


Xanana Gusmão war der erste Präsident von Osttimor und ist momentan dort seit 2007 der vierte Premierminister. Xanana Gusmão wurde erstmals 1971 politisch aktiv, als er sich einer politischen Organisation anschloss, die gegen das portugiesische Kolonialsystem kämpfte. Nach dem Einmarsch von Indonesien in Osttimor trat Xanana Gusmão einer Widerstandsbewegung bei und wurde von den indonesischen Behörden inhaftiert. Ihm wurden 1999 der „Sacharow-Preis für geistige Freiheit“ (auch als EU-Menschenrechtspreis bekannt) und im Jahr 2000 der „Sydney-Friedenspreis“ verliehen.

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Zum Anhören: Xanana Gusmãos Rede vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, 18. Mai 2001.

 



Shirin Ebadi (Iran, * 1947)  


Shirin Ebadi ist iranische Richterin, Menschenrechts-Aktivistin und Gründerin der „Children’s Rights Support Association“  im Iran. Am 10. Oktober 2003 erhielt Ebadi den Friedensnobelpreis für ihren herausragenden und bahnbrechenden Einsatz für die Demokratie und die Menschenrechte, insbesondere der Frauen- und Kinderrechte. Sie ist die erste Iranerin, die erste Shiitin und die erste muslimische Frau, die diese Auszeichnung verliehen bekam. Heute arbeitet Ebadi als Richterin und unterrichtet an der Universität von Teheran.


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Ellen Johnson-Sirleaf (Liberia, * 1938)


Ellen Johnson Sirleaf ist die derzeitige Präsidentin von Liberia und damit die erste weibliche Regierungschefin in Afrika. Sie hat bereits als Finanzministerin und in ähnlichen Positionen gearbeitet und war besonders aktiv in verschiedenen Beratungsgremien in Liberia und im Ausland. Sie war eines der Gründungsmitglieder des „International Institute for Women in Political Leadership“ and ist eine begeisterte Kämpferin für Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit. Dafür ist sie bereits in Haft gewesen und wurde auch bereits mehrmals dazu gezwungen, ins Exil zu gehen.


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