Was sind Sonderverfahren und
welche Funktion haben die Sonderberichterstatter?
Die Arbeit der Sonderberichterstatter, unabhängigen Experten,
Arbeitsgruppen und Sonderbeauftragten des Menschenrechtsrats der Vereinten
Nationen wird unter dem Begriff Sonderverfahren zusammengefasst. Diese zählen
zu den innovativsten und flexibelsten Instrumenten der Vereinten Nationen, um
die Menschenrechte zu fördern und abzusichern.
Seit ihrem 40-jährigen Bestehen haben die Mandatsträger der Sonderverfahren
in vielen Fällen eingegriffen, bei denen Menschenrechte verletzt oder nicht
respektiert wurden. In ihren Länderstudien geben sie Empfehlungen, wie die
Menschenrechtssituation auf nationaler und internationaler Ebene verbessert
werden kann. Ihre Berichte tragen zu einem besseren Verständnis der Situation
bei und haben bereits in der Vergangenheit die Entwicklung der internationalen
Menschenrechtsnormen gefördert.
Heute umfassen ihre Berichte Themen wie Folter, willkürliche oder
außergerichtliche Hinrichtungen, Kampf gegen den Terrorismus, Rassismus und
Gewalt gegen Frauen, das Recht auf Gesundheit, Nahrung und eine angemessene
Unterkunft. Die Mandatsträger der Sonderverfahren setzen sich für
Einzelpersonen und Gruppen wie Migranten und Einheimische ein und zeigen
Menschenrechtsverletzungen auf globaler und lokaler Ebene auf.
Die Arbeit verbindet diplomatische und ermittlungstechnische Kompetenzen,
ist äußerst schwierig und zeitweise auch gefährlich.
Die Arbeit wird unentgeltlich geleistet.
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Sonderberichterstatter